*Rezension* Gliss

Gliss. Tödliche Weite von Andreas Eschbach

erschienen bei Arena

Zum Inhalt

Ajit weiß, dass er die Stadt Hope niemals verlassen wird. Denn sie ist umgeben vom GLISS, einem Boden, auf dem nichts haftet und nichts gebaut werden kann. Hinter dem GLISS gibt es keinen Ort, keine Menschenseele. Zumindest dachte der 17-Jährige das. Doch als eines Tages ein toter Mann über das GLISS getrieben wird, ist Ajit und seinen Freunden Phil und Majala klar: Die Geschichte ihrer Welt ist eine Lüge und die, die Ajit für seine Familie hielt, tun alles, um diese Lüge zu verteidigen. Die Wahrheit jedoch – die liegt hinter dem GLISS. Mitten in der tödlichen Weite, aus der noch niemals jemand zurückgekehrt ist …

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Das Cover und vor allem der Buchschnitt sind bei diesem Jugendbuch eindeutig der Hammer! Allerdings gibt es den farbigen Buchschnitt und eine Signatur des Autors limitiert nur in der ersten Auflage. Schnell sein lohnt sich also 😉 Geschildert wird die Story in der ersten Person aus der Sicht von Protagonist Ajit.

Die ganze Idee und auch das Worldbuilding fand ich einfach nur klasse und außergewöhnlich. Leider hat der Autor dieses und gerade auch die andersartige Zeitrechnung auf dem Planeten für meine Verhältnisse viel zu kompliziert erklärt. So wusste ich leider nicht, wie viele Jahre in Erdenjahren vergangen sind, geschweige denn, wie alt die Personen hier bei uns wären. Fand ich ein wenig schade, weil solche Dinge für mich als Leser enorm wichtig sind. Mir diesen Planeten im All und den Gliss vorzustellen, klappte noch ganz gut, aber auch da blieben in meinem Kopf einige Lücken zurück.

Die Charaktere stachen nicht besonders heraus und hatten nichts Einzigartiges an sich. Auch dies empfand ich als schade. Ebenso die sehr ausführliche und leider auch langatmige Einleitung, bis sich die Story dann endlich zu dem aufgeführten Punkt im Klappentext begibt. Es vergehen fast 200 Seiten – da ließ meine Konzentration schon längst nach …

Andreas Eschbach konnte mich leider so gar nicht mit diesem Buch begeistern. Es ist eine atemberaubende Kulisse, auf die man sich in Ruhe einlassen sollte, aber actionreiche Szenen habe ich hier nur spärlich bis gar nicht gefunden. Dafür jede Menge Lärm um Nichts und eine ellenlange Einleitung. Charaktere, die nichts Hervorhebendes an sich haben – egal in welche Richtung und ein Spannungsbogen, der kaum vorhanden war. Wenn eine Geschichte erst nach 200 Seiten in die Vollen geht und ich mich vorher nur mit mehr oder weniger ausschweifendem Geplänkel auseinandersetzen darf, kann das Ruder eigentlich nicht mehr herumgerissen werden. Wirklich schade, denn ich habe mir von der Story sehr viel versprochen. Aber auch die komplizierten Erklärungen fand ich für ein Jugendbuch nicht passend. Es sollte ja auch für diejenigen verständlich sein, die Mathe nicht im Leistungskurs haben, oder? Aufmachung und Idee sind hervorragend, aber das reicht mir leider nicht. Daher gibt es von mir an dieser Stelle keine Empfehlung.

Zum Autor

Andreas Eschbach, geboren in Ulm, studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und wurde durch den Thriller „Das Jesus-Video“ bekannt. Die Fortsetzung „Der Jesus-Deal“ eroberte 2014 erneut die Bestsellerlisten. Mit „Eine Billion Dollar“, „Der Nobelpreis“, „Ausgebrannt“, „Ein König für Deutschland“, „Herr aller Dinge“, „Todesengel“, „Teufelsgold“, „NSA“ und „Eines Menschen Flügel“ gehört Eschbach zu den deutschen Top-Autoren. Seine Romane für junge Leser wie die „Black*Out“-Trilogie, die „Aquamarin“-Trilogie oder „Das Marsprojekt“ erscheinen im Arena Verlag. Andreas Eschbach lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in der Bretagne.

WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

ab 14 Jahren

456 Seiten

ISBN 978-3-401-60581-4

Preis: 22 Euro

erschienen bei https://www.arena-verlag.de

Leseprobe https://www.arena-verlag.de/artikel/gliss-todliche-weite-978-3-401-60581-4

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

© Foto: Claudias Bücherhöhle

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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